LAKELANDS FACHGEMÄSS TRIMMEN

Trimmanleitung Fortsetzung

Die Unterseite der Rute schneiden Sie mit der Klippschere von unten nach oben, die Analgegend und eine Gasse darunter mit der kleinen Schere. Der Bauch mit den empfindlichen Stellen schneidet man vorsichtig mit der Liliputschere.

Überarbeiten Sie nun Brust und Läufe, so dass das längere Haar möglichst fließend dem kurzgetrimmten angeglichen wird. Sie erreichen (auch mit regelmäßigem leichten Übertrimmen), dass das Haar an den Läufen allmählich dichter und fester wird. Vermeiden Sie aber übermäßiges Kämmen. Von der Schulterpartie bis zu den Pfoten sollte es eine straffe Linie geben.

Die Rückseiten der Läufe werden durch Zupfen begradigt. Dazu kämmen Sie die Haare nach hinten und zupfen mit den Fingern die längsten aus. An den Pfoten kämmen Sie die Haare von unten etwas auf und schneiden Sie um die Ballen herum kurz, falls sie nicht bei guter Verfassung zu rupfen sind. Kämmen Sie das Haar noch mal auf und zupfen Sie, wo zuviel stehen blieb.

Es empfiehlt sich, den abgetrimmten Hund mit einer Naturhaarbürste zu pflegen, das regt den Haarwuchs an.

Um auch überständige Unterwolle herauszubekommen, benutzen Sie das kleine Trimmmesser als Kamm.

Da das Abtrimmen des gesamten Haarkleides für den Körper eine große Umstellung bedeutet, kann es vorkommen, dass einige Wochen vergehen, bis sich das neue Oberhaar zeigt. Nachgewachsenes Flusenhaar wird nachgetrimmt. Sobald das neue Haar eine gewisse Länge (2 ½ bis 3 cm) können Sie mit der Behandlung beginnen, die Ihren Terrier über Monate gepflegt in Form hält. Regelmäßigkeit ist wichtig.

Wenig Anstrengungen erfordert das leichte Übertrimmen in kurzen Abständen (je nach Haartyp alle 8 Tage, 14 Tage oder 3 Wochen). Kämmen Sie das Haar hoch und zupfen Sie mit dem Strich überstehende, lockere Haare aus (mit tiefgezahntem Trimmmesser). Dadurch erneuert sich das Haarkleid ständig und wird nicht zu lang.

Die andere Möglichkeit ist das regelmäßige Trimmen alle 8 bis 10 Wochen, dann beginnt das Haar meist auszugehen. Es hat den Vorteil, dass der Hund jederzeit sein schützendes Deckhaar hat, und nur selten mal bis auf das Unterhaar abgetrimmt werden muss. Kopf, Hals, Rute, Pfoten usw. werden nach Bedarf auch in der Zwischenzeit zurechtgemacht.

Es empfiehlt sich, auch an den Stellen, wo meist geschoren wird, z. B. am Kopf, vorher mit dem Trimmmesser darüber zu gehen, um etwas Farbe und Festigkeit des Haares zu erhalten.

Wie man mit der beschriebenen Fellpflege auskommen kann, hängt auch von der Haarveranlagung ab.

Haare, die in den Gehörgängen wachsen, werden von Zeit zur Zeit mit den Fingern ausgezupft. Zähne pflegt man einmal in der Woche.

Die Krallen müssen regelmäßig kontrolliert und eventuell geschnitten werden, wobei die höhersitzende fünfte Zehe nicht vergessen werden darf.


Als Gundausstattung wird benötigt:

Zum Abtrimmen des Deckhaares ein kurzzahniges Trimmesser, zum Übertrimmen und Austrimmen loser Unterwolle ein langzahniges Trimmesser, eine Klippschere (eine elektrische Schere lohnt sich nicht), eine Effilierschere mit einseitiger Zahnung und eine Haarschere.

Für die tägliche Pflege: eine Drahtbürste mit gebogenen Drähten, ein mittelweiter Stahlkamm, sowie eine Echthaarbürste für die Pflege nach dem Abtrimmen.

(Mit freundlicher Genehmigung von Frau Grau, Langen)

Übrigens: Ihr Züchter zeigt Ihnen gern, wie der Lakeland fachgerecht in Form gehalten wird!

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